Öffentliche Bekanntmachung

Entwurf des Bebauungsplanes "Gewerbegebiet Leppersdorf", 3. Änderung, 2.Fassung

Öffentliche Auslegung Gemäß § 3 Abs. 2 BauGB

 

Der Gemeinderat der Gemeinde Wachau hat in seiner Sitzung am 18.10.2017 mit Beschluss Nr. 02/10/17 den Entwurf des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Leppersdorf“, 3. Änderung, 2. Fassung vom 25.09.2017, bestehend aus der Planzeichnung – Teil A, den textlichen Festsetzungen - Teil B, der beigefügten Begründung – Teil C-1, dem Umweltbericht  - Teil C-2 und dem Grünordnungsplan - Teil D, gebilligt und zur Offenlage bestimmt.

 

Entsprechend § 3 Abs. 2 BauGB wird der Planentwurf mit den nach Einschätzung der Gemeinde Wachau wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen für die Dauer eines Monats öffentlich ausgelegt, und zwar

 

vom 13. November 2017 bis einschließlich 13. Dezember 2017

 

zu den Dienstzeiten im Bauamt der Gemeinde Wachau, Teichstraße 4, 01454 Wachau.

 

Der Entwurfsstand kann auf der Internetseite der Gemeinde Wachau unter www.wachau.de  eingesehen werden. Zusätzlich sind gemäß § 4a Abs. 4 Satz 1 BauGB der Inhalt dieser Bekanntmachung und die Unterlagen im Zentralen Internetportal des Landes Sachsen unter https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal einsehbar mit der Möglichkeit der Abgabe einer Stellungnahme.

 

In Anwendung von § 4a Abs. 3 Baugesetzbuch wird bestimmt, dass Stellungnahmen nur zu den geänderten oder ergänzten Teilen schriftlich oder zur Niederschrift bei der Gemeinde Wachau vorgebracht werden können.

 

Im Entwurf des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Leppersdorf“, 3. Änderung, 2. Fassung vom 25.09.2017 sind folgende Änderungen vorgenommen worden:

  • Berücksichtigung der geplanten Flutgrabenverlegung
    • nachrichtliche Übernahme des neuen Grabenverlaufs aus Genehmigungsplanung
    • Erweiterung des Baugebietes GI im Südosten des Geltungsbereiches
      • Wegfall der festgesetzten Wasserfläche des bisherigen Flutgrabenverlaufs
      • Wegfall der privaten Grünfläche im Bereich des Gewässerrandstreifens
      • Reduzierung der Maßnahmenfläche „magere Frischwiese“
    • Begradigung der Baugrenzen im Bereich Optipack
    • Ergänzung der Fläche für Ver- und Entsorgung im Südwesten des Geltungsbereiches im bisherigen Flutgrabenverlauf innerhalb des Leitungsschutzstreifens der Hochspannungsleitung
    • Ergänzung der Waldfläche im bisherigen Flutgrabenverlauf im Südwesten des Geltungsbereiches außerhalb des Leitungsschutzstreifens der Hochspannungsleitung
    • Herausnahme der Flächen für Pflanzzwang am Rand der Ver- und Entsorgungsflächen im Südwesten des Geltungsbereiches
    • Ergänzung der externen Maßnahmenflächen 3.4 und 3.5 außerhalb des Geltungsbereiches
    • Aktualisierung der Lage der Gasleitungen gemäß aktueller Planungen und Revisionsvermessung, Anpassung der Leitungsrechte
  • Übernahme des Anbauverbotes nach Straßenrecht in die textlichen Festsetzungen
    • Zuordnung von externen Ausgleichsmaßnahmen im Gemeindegebiet Wachau zum Bebauungsplan Gewerbegebiet Leppersdorf mittels textlicher Festsetzung
    • Aufnahme gestalterischer Vorgaben des Straßenbaulastträgers für Einfriedungen entlang der S 95

 

Nicht fristgemäß vorgebrachte Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung zum Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.

 

Ein Antrag nach § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung ist unzulässig, soweit in ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht werden, aber hätten geltend gemacht werden können.

 

Es liegen folgende umweltbezogene Informationen vor:

 

-       Grünordnungsplan i.d.F. vom 25.09.2017

Auf der Ebene des Bebauungsplans erfolgt die Darstellung und Begründung der konkretisierten Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege und der ihrer Verwirklichung dienenden Erfordernisse und Maßnahmen im Grünordnungsplan.

 

Dieser enthält Angaben über

  1. den vorhandenen und den zu erwartenden Zustand von Natur und Landschaft,
  2. die konkretisierten Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege,
    1. die Beurteilung des vorhandenen und zu erwartenden Zustands von Natur und Landschaft nach Maßgabe dieser Ziele einschließlich der sich daraus ergebenden Konflikte,
    2. die Erfordernisse und Maßnahmen zur Umsetzung der konkretisierten Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege

 

Der Grünordnungsplan wurde an die 2. Entwurfsfassung der 3. Änderung des Bebauungsplans angepasst.

 

-       Umweltbericht zum Bebauungsplan i.d.F. vom 25.09.2017

Dem Umweltbericht zum Entwurf des Bebauungsplans können Informationen zu möglichen Auswirkungen der Planung auf die Schutzgüter Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Luft/Klima, Landschaft, Kultur- und Sachgüter entnommen werden.

 

Im Mittelpunkt des vorliegenden Umweltberichtes steht die Prüfung potenzieller, erheblicher Umweltauswirkungen der planerischen Neuausweisungen.

 

Der Umweltbericht wurde an die 2. Entwurfsfassung der 3. Änderung des Bebauungsplans angepasst.

 

Wesentliche Ergebnisse der Umweltprüfung sind:

  1. Infolge des Bebauungsplans ist nunmehr in erster Linie mit der Versiegelung von 3,8 ha Boden und dem Verlust von 2,5 ha Biotoptypen mit hoher und sehr hoher Bedeutung sowie 2,1 ha Biotoptypen mit mittlerer bis nachrangiger Bedeutung zu rechnen.

 

  1. In geringem Umfang (0,25 ha) sind besonders geschützte Biotope nach § 30 BNatSchG (Binsen-, Simsen- und Schachtelhalmsumpf sowie Magere Frischwiese) betroffen.

 

  1. Der Verlust von 0,41 ha sichtverstellenden Waldflächen wird als Eingriff in das Landschaftsbild gewertet. Es werden Waldumwandlungen im Umfang von 0,54 ha (vorrangig betroffen Aufforstungsflächen) vorbereitet.

 

  1. Die Eingriffe sind zum Teil durch Aufforstung von naturnahen Laubmischwäldern, Pflanzung von Feld- und sonstigen Hecken und Extensivierung von Grünland im Umfeld des Gewerbegebietes ausgleichbar.

 

  1. Unter Hinzuziehung der außerhalb der Gemeinde Wachau vorgesehenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wird die vollständige Kompensation der durch zulässige Vorhaben der 3. Änderung des B-Planes bewirkten Eingriffe erreicht.

 

  1. Der Verlust der besonders geschützten Biotope sowie von Waldflächen wird funktions- und flächengleich im unmittelbaren Umfeld ausgeglichen.

 

-       PB Schubert, 12.04.2017 mit Ergänzungen vom 25.09.2017: Artenschutzfachbeitrag zur 3. Änderung des Bebauungsplans

Schwerpunktmäßig betroffen sind die Artengruppen Vögel und Amphibien. Mittels Vermeidungs- und vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen können artenschutzrechtliche Verbotstatbestände ausgeschlossen werden.

 

-       Büro für Geotechnik, 18.01.2017: Geotechnisches Gutachten zur Hauptuntersuchung des Baugrundes und zur hydrologischen Untersuchung der Sickerfähigkeit sowie des Wasseranfalls auf einer unbebauten Fläche

Das Gutachten beinhaltet Aussagen zum Baugrund sowie zur von der derzeitigen Geländeoberfläche anfallenden Wassermenge, die in den Geräumbach eingeleitet wird.

 

-       umweltbezogene Stellungnahmen zum Entwurf des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Leppersdorf“, 3. Änderung i.d.F. vom 12.04.2017:
 

  • Landratsamt Bautzen, Stellungnahme vom 23.05.2017 mit den umweltbezogenen Schwerpunkten Wasserrecht, Bodenschutz, Forstrecht, Naturschutz
  • Landesdirektion Sachsen, Stellungnahmen vom 19.06.2017 mit Hinweis auf das mittlerweile abgeschlossene Wasserrechtsverfahren zur Flutgrabenverlegung
  • Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und , Geologie, Stellungnahme vom 15.06.2017 mit der Empfehlung einer geotechnischen Bauüberwachung
  • Stadt Radeberg, Stellungnahme vom 04.05.2017 mit dem Schwerpunkt Immissionsschutz
  • Stellungnahmen der anerkannten Naturschutzverbände Sachsens vom 16.06.2017 mit dem Schwerpunkt Flächenentsiegelung.

 

 

 

 

 

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Künzelmann

Bürgermeister

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