Wachauer stoßen an auf das Jahr 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,

 

zum Neujahrsempfang der Gemeinde Wachau heiße ich Sie herzlich im Schloss Seifersdorf willkommen. Ich begrüße besonders Herrn Landrat Michael Harig, unseren Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz sowie meine Bürgermeisterkollegen Herrn Kästner aus Großnaundorf, Herrn Mögel aus Lichtenberg, Herrn Drießnack aus Laußnitz und Herrn Kreisrat Matthias Grahl.

Ich darf weiterhin die Gemeinde- und Ortschaftsräte herzlich willkommen heißen, Vertreter der Wirtschaft, von Institutionen und Vereinen sowie die Vertreter der Presse.

Musikalisch empfangen wurden wir bei unserem diesjährigen Neujahrsempfang durch Miss Lesly K. & The Lucky Tunes.

Schön, dass Sie uns durch unser heutiges Programm zum Neujahrsempfang begleiten.

 

Verehrte Gäste,

 

ich möchte kurz Rückblick auf das Jahr 2016 nehmen und geplante Ziele und Vorhaben für 2017 ansprechen. Für unsere Gemeinde Wachau war das Jahr 2016 ein sehr ausgeglichenes und stabiles Jahr.                                          

Neben den täglichen kommunalen Aufgaben haben wir angefangene Projekte fortgeführt und fertiggestellt und natürlich neue auf den Weg bringen können.    

Um all die geplanten Ziele auch umsetzen zu können, müssen wir natürlich einen genehmigten Haushaltplan und die Eigenmittel vorweisen. Dank meiner Mitarbeiter im Verwaltungsbereich haben wir die Eröffnungsbilanz fertiggestellt und auch genehmigt bekommen, sodass wir gut gerüstet ins Jahr 2017 starten können.

 

Der Freistaat Sachsen hat im Dezember die Abgabe der sogenannten Reichensteuer von 50 auf 40 Prozent gesenkt. Das bedeutet, dass wir bei stabilen Steuereinnahmen mehr Geld für unsere eigene Gemeinde zur Verfügung haben.

Für mich als Bürgermeister ist dies ein schöner Erfolg, da die Verhandlungen und sämtliche Initiativen dazu gemeinsam mit den 29 abundanten sächsischen Gemeinden von Wachau aus geführt worden sind.

 

Nun kurz zu den vergangenen Baumaßnahmen:

Im Ortsteil Seifersdorf ist das Rechengebäude in der Kläranlage komplett erneuert und im April in Betrieb genommen worden.

Weiterhin ist im Schloss Seifersdorf eine Behindertentoilette sowie ein behindertengerechter Zugang zum Saal gebaut worden.

Durch umfangreiche Baumaßnahmen an der kleinen Röder werden die Leppersdorfer Bürger und Bürgerinnen zukünftig besser vor Hochwasser geschützt. Auch in Wachau wurden Hochwasserschutzmaßnahmen, wie z. B. das Entschlämmen des Kirchteiches, durchgeführt.  

                                                                                                                                             Weitere Planungen von Hochwasserschutzmaßnahmen, wie die Erneuerung der Gabionen entlang der Teichstraße in Wachau und ein Ersatzneubau der Brücke zur Lomnitzer Kläranlage wurden vorbereitet, sodass der Baubeginn 2017 starten kann.

 

Bei den Winterschadensbeseitigungen konnten wir in Wachau den Mühlweg sowie einen Abschnitt der Ortsverbindungsstraße Lomnitz/Kleindittmannsdorf neu asphaltieren.

 

In all unseren kommunalen Objekten haben wir Brandverhütungsschauen durchgeführt und Mängel dabei beseitigt, um der Sicherheit dabei oberste Priorität zu verleihen.

 

In unseren Ortswehren haben 100 aktive Kameraden neue sandfarbene Uniformen erhalten.

Anlässlich des Jubiläums „70 Jahre Feuerwehr Leppersdorf“ erhielten die Leppersdorfer Kameraden ein neues Löschfahrzeug. Als besonderen Ehrengast konnten wir zur Übergabe und den Feierlichkeiten unseren Ministerpräsidenten mit seiner Gattin begrüßen. Herr Tillich konnte sich durch die Vorführungen der Kameraden ein Bild von der Einsatzfähigkeit machen und ich glaube, dass dieser Nachmittag uns allen in sehr guter Erinnerung bleiben wird. Somit wurden innerhalb der letzten 5 Jahre insgesamt 8 neue Feuerwehrfahrzeuge an die Kameraden unserer Ortswehren übergeben.

Die Lomnitzer Kameraden konnten ebenso 2016 ein Jubiläum feiern „80 Jahre Lomnitzer Feuerwehr“. Zur Festveranstaltung wurden nicht nur langjährige Kameraden ausgezeichnet, auch die Baugenehmigung für den Erweiterungsbau konnte übergeben werden. Der Baubeginn erfolgt sobald der Fördermittelbescheid vorliegt. Die Eigenmittel für diese Baumaßnahme sind im Haushalt fester Bestandteil.

 

Für viele zukünftige Projekte haben wir im Jahr 2016 Planungen erstellt und Fördermittel beantragt.

So haben wir für den Schlosspark Wachau die Baugenehmigung mit Denkmalschutzrechtlicher Genehmigung vorliegen. Die Zusicherung von 276.000,00 Euro Fördergeldern aus dem Bundesbudget und 90.000,00 Euro aus Landesmitteln für Denkmalpflege wurden uns in Aussicht gestellt.

Mein besonderer Dank dafür geht an dieser Stelle an unseren Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz, der sich für die Bereitstellung dieser Förderung maßgeblich eingesetzt hat.

Damit können wir die Parkanlage, welche durch den Tornado im Jahr 2010 schwer geschädigt worden ist, endlich wieder herrichten. Die Gesamtkosten belaufen sich allein für diese Maßnahme auf 418.000,00 Euro.

Ich möchte mit der Bürgerschaft unserer Gemeinde ein Parkseminar im Frühjahr 2017 durchführen, wo wir einen Teil der Pflanzarbeiten gemeinsam gestalten.

 

In Leppersdorf können wir das langersehnte Projekt „Dorfgemeinschaftshaus“ angehen und den ersten Teil bereits im Jahr 2017 umsetzen. Damit erfüllt sich ein wirklich langersehnter Wunsch der Leppersdorfer Bürger.

 

Der Dorfkern Wachau ist in das kleine Städtebauprogramm (KSP) durch die Sächsische Aufbaubank aufgenommen worden. Das bedeutet, dass die Teichstraße 2, die Hauptstraße 53 und das Freibad umfassend saniert werden können. In der Hauptstraße 53 sind die Ausbauarbeiten in vollem Gange, für die Teichstraße 2 laufen die Planungen und Ausschreibungen, Baubeginn soll ebenfalls im Frühjahr 2017 sein.

 

 

Für den Ortsteil Lomnitz haben wir kurz vor Weihnachten den Fördermittelbescheid der SAB zum Abriss der Lomnitzer Hauptstraße 23 erhalten. Damit können wir hier dem Schandfleck der verfallenen Bausubstanz mitten im Ort endgültig ein Ende setzen. Geplant sind ein großzügiger Parkplatz und eine Renaturierung des Geländes, damit für die Kindereinrichtung, das Bürgerhaus und die Feuerwehr auch ausreichend Parkfläche zur Verfügung steht.

 

Für die Bürgerschaft aus Lomnitz und den umliegenden Gemeinden ist die Ortsverbindungsstraße Lomnitz – Ottendorf-Okrilla schon seit Jahren ein Dauerthema. Uns ist allen bekannt, dass diese Straße zu den schlechtesten im ganzen Landkreis Bautzen zählt. Aber wie es in einer Demokratie nun einmal ist, verweigern uns 4 Eigentümer aus Ottendorf-Okrilla den Grunderwerb, der benötigt wird, um die Straße bauen zu können. Das Landratsamt hat sich jetzt entschieden, den ersten Abschnitt von Ortseingang Lomnitz durch den Wald ab April 2017 zu bauen. Für diesen Abschnitt liegen die Einwilligungen der Landeigentümer vor und der schlechteste Bereich kann endlich begonnen werden. Für den Rest der Straße läuft derzeit ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren, bei welchem der zeitliche Ausgang der Realisierung noch völlig offen ist. Ich danke an dieser Stelle dem Straßen- und Tiefbauamt des Landratsamtes und unserem Landrat für seine intensiven Bemühungen. Ich weiß, dass der erste Bauabschnitt auch ein gutes Zeichen für unsere Bürgerinnen und Bürger ist.

 

Eine ganz aktuelle Information erreichte uns diese Woche durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Der Auftrag für die Baufeldfreimachung entlang der neu geplanten Umgehungsstraße S 177 / S 95 ist erteilt und soll bis 28.02.2017 umgesetzt werden. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass der Baustart mit dem Spatenstich im August dieses Jahres erfolgen kann.

 

Natürlich wurde in unserer Gemeinde Wachau nicht nur geplant und gebaut, sondern es ging auch kulturell und sportlich einfallsreich und lebendig zu.

Dass unsere Vereine unwahrscheinlich aktiv sind, beweist nicht nur unser bereits erstellter Veranstaltungskalender für 2017, sondern auch die vielen Aktivitäten, die jährlich stattfinden.

Ob Sportfeste, Fußballtage, Faschingstreiben, Dorffeste, Erntedankfest, Schlössertour, Veranstaltungen im Schloss Seifersdorf, gemütliche Seniorennachmittage – für jede Altersklasse ist etwas dabei.

In diesem Zusammenhang möchte ich allen Ehrenamtlichen und Vereinsmitgliedern für ihr Engagement danken, denn nur mit der Unterstützung vieler ist so ein vielfältiges Vereinsleben möglich. Und ich kann Ihnen versichern, dass auch das Jahr 2017 in dieser Hinsicht interessant und spannend wird.

Einen besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle auch an unsere Bibliotheken richten.

Frau Kathrin Lehmann in Leppersdorf, Frau Christina Petzold in Seifersdorf und Doris Tittel in Wachau leisten hier gute Arbeit. So wurden in Wachau u. a. auch Vorlesetage organisiert. Ziel ist es dabei, unsere Jüngsten für Literatur zu begeistern und ihnen das Wundervolle am Lesen und die Magie des Buches nahe zu bringen.

Ich denke, dass wir genau durch solche Initiativen unseren Kindern zeigen können, dass nicht nur Fernseher, Computer und Handys in unserem Leben eine wichtige Rolle spielen.

 

Im Ortsteil Seifersdorf konnten wir gemeinsam mit dem neu gebildeten Arbeitskreis „Chronik“ die Arbeiten mit unserem Regionalhistoriker Hans Werner Gebauer so weit vorantreiben, dass der Druck der Dorfchronik im Frühjahr 2017 erfolgen kann. Dann wird auch für diesen Ortsteil ein komplett neues Werk zur Verfügung stehen.

Ein herzliches Dankeschön möchte ich damit an die Arbeitskreise „Chronik“ aller Ortsteile sagen, denn ihre akribische Arbeit ist für unsere Gemeinde sehr wertvoll.

 

Eine besonders schöne Aufgabe für mich als Bürgermeister war die Begrüßung von insgesamt 57 ABC-Schützen in den Grundschulen Wachau und Leppersdorf. Mit Stolz können wir sagen, dass die Kinder in den wunderschönen Räumlichkeiten gute Voraussetzungen zum Lernen und Spielen haben.

In der Adventszeit war mein Terminkalender ziemlich gefüllt. So hat es mir riesiges Vergnügen bereitet, in allen Kindergärten und den 1. Schulklassen Weihnachtsgeschichten vorzulesen. Natürlich gab es auch eine Süßigkeit für unsere Jüngsten und das Buch als Geschenk dazu.

Viel Freude macht mir ebenfalls die Begrüßung der Neugeborenen mit ihren Eltern zu den traditionellen Babyempfängen. Bis zum 31.12.2016 konnten wir insgesamt 35 Geburten in unserer Gemeinde registrieren. Es ist etwas weniger als im vergangenen Jahr, aber ich bin optimistisch, dass der Babyboom weiter anhält.

 

Ein Problem, was wir leider nicht lösen konnten, ist die Erschließung von neuem Bauland. Wir sind uns dieser Sache durchaus bewusst, es ist jedoch äußerst schwierig, entsprechendes Bauland zu akquirieren. Die Schwierigkeit ergibt sich aus hohen Anforderungen durch Naturschutz und Raumordnungsbehörden sowie ungeklärten Eigentumsverhältnissen.

Aber ich kann Ihnen versichern, dass wir weiter an diesem Thema arbeiten, denn die jungen Familien sollen in unserer Gemeinde wohnen bleiben.

 

Verehrte Gäste,

 

wir leben in einer sehr schönen Zeit. Das sollte uns bewusst sein und dafür sollten wir dankbar sein. Man muss nicht immer einer Meinung sein und es wird immer Probleme und Herausforderungen geben, denen wir uns stellen müssen. Da hilft jedoch kein Gegeneinander, sondern nur gemeinsam können die täglichen Anforderungen und Aufgaben gelöst werden.

 

Doch bevor ich mit Ihnen auf das Jahr 2017 anstoße, möchte ich mich  bei den Gemeinde- und Ortschaftsräten, den Gewerbetreibenden,  den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, meinen Mitarbeitern der Verwaltung, den Angestellten des Bauhofs sowie den Mitarbeitern der Schulen und Kindertagesstätten für ihre  geleistete engagierte Arbeit bedanken.

 

Liebe Wachauer Bürgerinnen und Bürger,

lassen Sie uns mit Zuversicht und Zufriedenheit das neue Jahr angehen und positiv nach vorn schauen. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute, beste Gesundheit, immer den nötigen Optimismus und Zeit für alles Schöne.

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