Lebensretter für die Gemeinde Wachau
In einem wegweisenden Schritt zur Verbesserung der Notfallversorgung hat die Gemeinde Wachau in der vergangenen Woche fünf öffentliche Defibrillatoren (AED) an zentralen Orten installiert. Diese Initiative, die von den Gemeinderäten Tina Trepte und Robert Zukowski ins Leben gerufen wurde, zeigt das Engagement der Gemeinde für die Gesundheit und Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger. Mit der Unterstützung des Gemeinderats und der Verwaltung wurde nicht nur die Finanzierung gesichert, sondern auch die Umsetzung zügig vorangetrieben.
Die neuen Defibrillatoren sind an folgenden Standorten zu finden:
Wachau – Gemeindeverwaltung
Leppersdorf – Alte Feuerwehr gegenüber der Schule
Seifersdorf – Feuerwehr
Lomnitz – Bürgerhaus / Kindergarten
Feldschlösschen – Kreuzungsbereich Landwehrweg / Jägerweg
Diese Geräte sind mit einem modernen Smartphone-basierten Ersthelfer-Alarmierungssystem ausgestattet, das als „Region der Lebensretter“ bekannt ist. Dieses System alarmiert registrierte Ersthelfer in der Umgebung im Falle eines medizinischen Notfalls und ermöglicht es ihnen, schnell zu reagieren. Bürgermeister Veit Künzelmann äußerte seinen Stolz über diese Initiative und hofft, dass andere Städte und Gemeinden dem Beispiel Wachaus folgen werden.
Die Installation der AEDs wurde durch zwei lokale Unternehmen unterstützt: Eine lokale Metallbaufirma montierte die Überdachungen kostenfrei, während ein Elektriker aus Lichtenberg ebenfalls seine Dienste für den guten Zweck zur Verfügung stellte. Diese Zusammenarbeit unterstreicht den Gemeinschaftsgeist in Wachau und das Bestreben, Leben zu retten.
Die Bedeutung von AEDs kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Studien zeigen, dass etwa ein Viertel der Menschen mit einem Herz-Kreislaufstillstand von einem AED profitieren kann. Wenn innerhalb von drei Minuten nach Eintritt des Herzkammerflimmerns eine Defibrillation durchgeführt wird, steigen die Überlebenschancen auf über 75 Prozent. Dies macht die schnelle Verfügbarkeit von Defibrillatoren entscheidend.
Das „Region der Lebensretter“-System stellt sicher, dass nur medizinisch geschulte Ersthelfer alarmiert werden. Die Registrierung erfolgt eigenständig über eine App, in der auch Qualifikationen überprüft werden. So wird sichergestellt, dass im Notfall kompetente Hilfe bereitsteht.
Zusätzlich bietet das System eine umfassende Unterstützung für Ersthelfer durch technische und medizinische Ansprechpartner sowie Online-Ressourcen. Die Integration einer DEFI-Map ermöglicht es zudem, AED-Standorte effizient zu verwalten und im Notfall schnell darauf zuzugreifen.
Mit dieser Initiative setzt die Gemeinde Wachau ein starkes Zeichen für Prävention und Sicherheit und ist im Moment sozusagen der „Vorreiter“ im Landkreis Bautzen. Die Hoffnung ist groß, dass viele weitere Städte und Gemeinden diesem Beispiel folgen und so gemeinsam dazu beitragen, Leben zu retten.
Text & Fotos: Redaktion „die Radeberger“ Heimatzeitung
BU:
01 – Die Gemeinderäte Tina Trepte (kleines Foto) und Robert Zukowski (li.) hatten die Idee für die Aktion „Region der Lebensretter“ und die Verwaltung folgte dieser gern. Veit Künzelmann (re.) ist stolz, dass seine Gemeinde damit Vorreiter im Landkreis Bautzen ist.